04a - Praxisbeispiel Prozessmanagement im Spital.pdf

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Unformatted text preview: WORKSHOP 2 – PATIENTENZENTRIERTE ABLÄUFE … in der Klinik … - Johannes Palm & Peter Rohner BEG & Partners AG • Mühlenstrasse 70 • Postfach 1222 • 8201 Schaffhausen Telefon +41 52 631 15 00 • Fax +41 52 631 15 15 • [email protected] • 2 Gruppenaufgabe 1 14 Klinisches Know-how in Abläufen 16 Gruppenaufgabe 2 20 Fallbeispiel für eine Ablauforganisation in Klinik … 22 Gruppenaufgabe 3 35 Potenziale Varianzanalyse 37 Ausblick 45 BEG & Partners AG, März 2017 AGENDA Hintergrund zur Ablauforganisation HINTERGRUND ZUR ABLAUFORGANISATION HINTERGRUND Prozessbegriff ZUR BEG & Partners AG, März 2017 Out Seite 3 ABLAUFORGANISATION In Out Out Out ABLAUFORGANISATION In KundenKunden- und Resultatorientierung ZUR In HINTERGRUND Funktionale Orientierung an Berufsgruppen In Ein jeder... Koordination und Informationsfluss • Einzelleistungen (anstatt Koordination) • Reaktion (anstatt Steuerung) • Schnittstellen (anstatt Nahtstellen) BEG & Partners AG, März 2017 Seite 4 HINTERGRUND Prozessziele Qualität ZUR ABLAUFORGANISATION Effektivität Effizienz Prozesszwecke • • • • Gemeinsame Ziele, klare Arbeitsteilung, geordnete Abläufe Steuerung von Kommunikation und Informationsfluss Anwendung, Erhaltung und Pflege vorhandenen Wissens … Es geht um das optimale Zusammenwirken BEG & Partners AG, März 2017 Seite 5 HINTERGRUND Effizienz „Es richtig tun“, bspw. mit Blick auf Durchlaufzeit und Ressourcenverbrauch eines Falles. [Huber KSA 2009] Qualität „Es gleichbleibend tun können“, bspw. bez. Anteil der erfolgreichen Behandlungen, der Anzahl unerwünschter Ereignisse oder der (Prozess-) Zufriedenheit der Patienten. BEG & Partners AG, März 2017 Seite 6 ABLAUFORGANISATION Effektivität „Das Richtige tun“, bspw. hinsichtlich den Massnahmen gegen Beschwerden oder Behinderungen. ZUR Prozessziele HINTERGRUND Prozessmanagement Unter Prozessmanagement («BPM») wird ein ganzheitlicher Ansatz für die Gestaltung, Einführung, Lenkung und Fortentwicklung aller Prozessklassen verstanden. ZUR Prozessbeschreibung Prozessbeschreibungen sind Vorgaben für Arbeitsabläufe innerhalb des Krankenhauses oder zwischen diesem und weiteren Leistungserbringern oder Unterstützern. ABLAUFORGANISATION Prozessklassen • Führungsprozesse (Managementprozesse) • Leistungsprozesse (Kernprozesse) • Supportprozesse (Unterstützungsprozesse) Klinische Pfade bilden Leistungsprozesse ab BEG & Partners AG, März 2017 Seite 7 HINTERGRUND Prozesslebenszyklus Identifikation (aus Landkarte), Definition, Modellierung (Detail) ZUR ABLAUFORGANISATION Implementierung und Ausführung („Instanziierung“) Weiterentwicklung (Reifegrade) Steuerung und Überwachung [Bucher und Winter 2009] BEG & Partners AG, März 2017 Seite 8 HINTERGRUND Prozessbreite und Prozesstiefe im Spital Aggregation Patientenfluss im Spital Prozess Spital ABLAUFORGANISATION Prozess Institution ZUR Spezialisierung Generalisierung Prozess … Prozess Chirurgie Prozess Innere Behandlungsplan Diagnose Anamnese Dekomposition BEG & Partners AG, März 2017 Einbestellung Seite 9 HINTERGRUND Reifegrade von Prozessen 2 3 4 In In In In Out Out Out Prozess existent Prozessleistung definiert (gemeinsames implizites (interne Abläufe bleiben Prozessverständnis) ‚Black-Box‘) [CC HNE 2013] BEG & Partners AG, März 2017 In Gesamtprozess Gesamtprozess wird definiert gemessen (interne Abläufe (nicht mit Unternehmensebenfalls beschrieben) führung und Zielbildung gekoppelt) ABLAUFORGANISATION Out 5 ZUR 1 Out Gesamtprozess wird gemessen und geführt (direkt mit Unternehmensführung und Zielbildung gekoppelt) Seite 10 HINTERGRUND Prozessarten (am Bsp. klinischer Pfade) • Iterativ : • Ein Fall ist ein „ganz neues Projekt“ • Analogien aus anderen Branchen sind „Innovation, Produktentwicklung, Knowledge Services, ...“ ZUR • Strukturiert: • ... BEG & Partners AG, März 2017 Seite 11 ABLAUFORGANISATION • Ein Fall ist diagnostizierbar, gut verstanden und die Behandlung "abrufbar" • Industrielle Analogie ist die „Produktion“ HINTERGRUND Prinzip Verweildauer ZUR Zuschlag (Tagessatz), wenn plausibel ABLAUFORGANISATION Obere Verweildauer Cost Zielverweildauer Profit Untere Verweildauer Abschlag BEG & Partners AG, März 2017 Seite 12 HINTERGRUND Steuerung der Verweildauer und Kosten ZUR ABLAUFORGANISATION BEG & Partners AG, März 2017 Seite 13 GRUPPENAUFGABE 1 • Bilden Sie bitte DreierDreier-Gruppen • Diskutieren Sie bitte in rund 60’ (inkl. Pause), • was Sie eben gehört / gesehen haben • welche Möglichkeiten zur Verbesserung des Alltags aus a) Sicht der Mitarbeitenden und b) aus Sicht der Patienten und Angehörigen Sie mit patientenzentrierten Abläufen sehen • welche Gefahren und Risiken sich durch patientenzentrierte Abläufe ergeben könnten • Präparieren Sie bitte in rund 10’ • Ihre Erkenntnisse aus der Diskussion, um sie den anderen Gruppen darlegen zu können. BEG & Partners AG, März 2017 Seite 15 GRUPPENAUFGABE 1 Anwendungsmöglichkeiten KLINISCHES KNOW-HOW IN ABLÄUFEN KLINISCHES KNOW-HOW Prozesslandschaft Spital Personalmanagement Verpflegung / Küche IT-Strategie Facilitymanagement Versorg.dienste Hygiene Apotheke SupportSupport-/Unterstützungsprozesse patientennahe Führung Controlling Finanzen Politik/Strategie Führungsprozesse Prästationäre Versorgung Aufnahme Diagnose Therapie Entlassung Poststationäre Versorgung Qualitätsmanagement Kernprozesse Projektmanagement Prozessmanagement Risikomanagement Hauswirts./ Reinigung Administration Zentralsterilisation Einkauf IT/EDV IN SupportSupport-/Unterstützungsprozesse patientenfern Marketing sonstige Supporte ABLÄUFEN Weitere Stäbe © by Palm BEG & Partners AG, März 2017 Seite 17 Ebene Standard Darstellung Format Quelle -/- -/- -/- Implizites Wissen Standard Operating Procedure SOP)/Einzelstandard Klinischer Pfad Fachgesellschaften, eigene Entwicklungen Workflow Patientenkurve, Freie Beschreibung IT Papier Fachgesellschaften, eigene Entwicklungen Freie Beschreibungen, Tabellen, Texte, Verweise Papier Fachgesellschaften, Internet Evidenzbasierte Leitlinie d. Fachgesellschaften Anwendung in der Klinik … BEG & Partners AG, März 2017 Seite 18 ABLÄUFEN IT Papier IN Workflow, Checklisten, Beschreibungen KLINISCHES KNOW-HOW Dimensionen von Standards im Spital 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. KLINISCHES KNOW-HOW Worum geht es eigentlich? Diagnose sichern und Pfad auswählen, falls für die Diagnose vorhanden und verordnet Patientin auf den Pfad bringen Behandlung gemäss Pfadinhalten (Quelle: Evidenz) durchführen Tägliche Kontrolle des Fortschritts und Dokumentation der Abweichungen vom Pfad sicherstellen Erfassung der Ist-Verweildauer vornehmen Medizinische Zielerreichung bestätigen Abschluss durchführen (Weiterbehandlung, Nachsorge usw.) 1, 2 3, 4 5, 6,7 uGVD BEG & Partners AG, März 2017 ABLÄUFEN ZVD IN Tage Verweildauer Entlassung > 5Tage ZVD) oGVD Seite 19 GRUPPENAUFGABE 2 GRUPPENAUFGABE 2 Anwendungsmöglichkeiten • Bilden Sie bitte DreierDreier-Gruppen • Diskutieren Sie bitte in rund 60’, • nach welchen Kriterien Sie sich für oder gegen standardisierte Abläufe entscheiden würden (bspw. Fallzahlen, Standardisierbarkeit, Fehlerhäufigkeit), • für welche Diagnosen und Therapien Sie deshalb die Anwendung von patientenzentrierten Abläufen für sinnvoll erachten. • Präparieren Sie bitte in rund 20’ • Ihre Erkenntnisse aus der Diskussion, um sie den anderen Gruppen darlegen zu können. BEG & Partners AG, März 2017 Seite 21 FALLBEISPIEL FÜR EINE ABLAUFORGANISATION IN KLINIK … ...was ist denn ein Pfad?“ BEG & Partners AG, März 2017 Seite 23 FALLBEISPIEL „...ich würde gerne Pfadfinder werden, aber... A nach Ort B bringt...“ BEG & Partners AG, März 2017 Seite 24 FALLBEISPIEL „...ein nicht gut ausgebauter Weg, der uns schnell und sicher von Ort FALLBEISPIEL Warum kann man vom Pfad abweichen? BEG & Partners AG, März 2017 Seite 25 FALLBEISPIEL „...durch Hindernisse auf (oder über) dem Pfad...“ BEG & Partners AG, März 2017 Seite 26 FALLBEISPIEL ...natürliche Hindernisse... ...oder Barrieren sein... BEG & Partners AG, März 2017 Seite 27 ...künstlich aufgebaut werden. BEG & Partners AG, März 2017 Seite 28 FALLBEISPIEL ...durch Individuen bedingt sein... FALLBEISPIEL BEG & Partners AG, März 2017 Seite 29 FALLBEISPIEL ...wenn der vorgegebene Behandlungspfad nicht mehr schneller und sicherer zum Ziele führt! BEG & Partners AG, März 2017 Seite 30 FALLBEISPIEL Pfaddokumente BEG & Partners AG, März 2017 Seite 31 FALLBEISPIEL Pfadkurve BEG & Partners AG, März 2017 Seite 32 FALLBEISPIEL Patientenflyer BEG & Partners AG, März 2017 Seite 33 FALLBEISPIEL Steckbrief BEG & Partners AG, März 2017 Seite 34 GRUPPENAUFGABE 3 GRUPPENAUFGABE 3 Anwendungsmöglichkeiten • Bilden Sie bitte DreierDreier-Gruppen • Diskutieren Sie bitte in rund 60’, • ob und wie wir einen Pfad für die Diagnose … wie im Fallbeispiel gezeigt gestalten und zum Laufen bringen könnten. • Präparieren Sie bitte in rund 20’ • Ihren Vorschlag (oder begründen Sie Ihre Ablehnung). BEG & Partners AG, März 2017 Seite 36 POTENZIALE DER VARIANZANALYSE „Im Sinne Klinischer Behandlungspfade beschreibt eine Varianz die Abweichung BEG & Partners AG, März 2017 Seite 38 VARIANZANALYSE Vgl.: Palm, J.; Paula, J.: „Die Varianzanalyse, ein Instrument zur Ableitung von Verbesserungspotentialen auf der Grundlage Klinischer Behandlungspfade“, in Professional Process GIT Verlag, 1. Auflage, Darmstadt 2008 DER vom geplanten Behandlungsverlauf. Die Erfassung von Abweichungen im Behandlungsprozess verfolgt das Ziel, klinische Prozesse fortlaufend zu evaluieren, zu optimieren und weiterzuentwickeln. Ein strukturiertes Varianzencontrolling ist daher eine Voraussetzung zur Erkennung von Prozessstörungen. Diese Messzahlen ermöglichen Aussagen über Ursachen für Abweichungen im Prozess bzw. vom Prozessziel, etwa personeller oder struktureller Art.“ POTENZIALE Definiton Experimente – Versuche - Tests POTENZIALE Varianzstruktur DER VARIANZANALYSE BEG & Partners AG, März 2017 Seite 39 POTENZIALE Varianzstruktur Anzahl Zeitraum Diagnose Fachabteilung Kombiniert ... BEG & Partners AG, März 2017 Problembezogen: • • • • • • • • • • • • • Anzahl Varianzuntergruppen Zeitraum Diagnose Fachabteilung Kombiniert ... Anzahl Zeitraum Diagnose Fachabteilung Kombiniert ... Fachabteilungsbezogen: • • • • • Anzahl Varianzuntergruppen Zeitraum Diagnose Kombiniert • ... Seite 40 VARIANZANALYSE • • • • • • Zeitraumbezogen: DER Untergruppen A, B, C uns D nach: POTENZIALE Zyklus der Pfadentwicklung DER BEG & Partners AG, März 2017 Konsentierung VARIANZANALYSE Pilotierung Realeinsatz Seite 41 POTENZIALE Konsensmeeting Masterkurve BEG & Partners AG, März 2017 VARIANZANALYSE Meldungen aus dem Support DER Varianzdaten Subjektive Einschätzung Medizincontrolling Effizienzkennziffern Seite 42 POTENZIALE Beispiel 1 Varianzcontrolling DER Filter der Diagnosen, die > 0,5 Tage MVD Ergebnis: u.a. Hüft-TEP Differenzierte Betrachtung Untergruppen A,B,C,D für alle Hüft-TEP > MVD Überproportional: Varianz „C-10 (Maßnahme wegen Wochenende nicht möglich)“ Bemerkung : Physiotherapie Interpretation: Wenn Hüft-TEP Patienten unm. nach OP wegen Wochenende keine Physioth. >> Auswirkung auf VD Optimierung VD Hüft-TEP Stand Oktober 2007: -0,75 Tage unter MVD BEG & Partners AG, März 2017 Seite 43 VARIANZANALYSE Gespräche Wochenenddienst POTENZIALE Beispiel 2 Varianzcontrolling 6 2-Verzögerung OP Metformin DER 10 3-Verzögerung OP Gerinnungshemmer 4-Verzögerung OP sonstige Medikamente VARIANZANALYSE 5-Fehlende Compliance 6-Infektion/MRSA 7-Komplikationen nach Eingriff 8-Andere Komorbidität/Erkrankung/Komplikation* 9-Vorzeitige Entlassung (eigenverantwortlich) 10-Pfadwechsel 11-Pfadabbruch 12-Zusätzliches Labor S-sonstiges 0 BEG & Partners AG, März 2017 100 200 300 400 500 600 700 Seite 44 AUSBLICK AUSBLICK Beispiel Varianzcontrolling Psychiatrie BEG & Partners AG, März 2017 Seite 46 AUSBLICK Weitere Entwicklungen: Stationäre und ambulante Abläufe AEP Innere Diagnostik BEG & Partners AG, März 2017 CPU Neue Influenza Gefäßmedizin Seite 47 AUSBLICK Weitere Entwicklungen: Abläufe mit Zuweisern BEG & Partners AG, März 2017 Seite 48 AUSBLICK Infobox -Allgemeine Information (Pfadflyer) - Fragebogen Anästhesie - Aufklärung Anästhesie - Aufklärung Chirurgie - Kontaktadressen - Anfahrtsbeschreibung - Aufnahmebogen - Speiseplan - Hausordnung BEG & Partners AG, März 2017 Seite 49 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Johannes Palm Dipl. Pflegewirt (FH) , [email protected] Mühlenstrasse 70 • Postfach 1222 • CH-8201 Schaffhausen Telefon +41 52 631 15 00 • Fax +41 52 631 15 15 Seite 50 ...
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What students are saying

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    Kiran Temple University Fox School of Business ‘17, Course Hero Intern

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    Jill Tulane University ‘16, Course Hero Intern