ALMANCA YAZILAR

ALMANCA YAZILAR - Homo Faber ist ein Roman in Berichtsform...

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Homo Faber ist ein Roman in Berichtsform von Max Frisch, der 1957 erschienen ist. Schon der Titel deutet auf die Schlüsselfigur und den Ich-Erzähler hin. Walter Faber ist der Typ eines rationalitätsgläubigen, diesseitsorientierten, modernen Menschen, dessen technologisch- mathematisches Weltverständnis ihn blind macht für die Erkenntnis, dass das Leben mit all seinen Unwägbarkeiten und schicksalhaften Zufällen sich den Gesetzen der Logik entzieht1. Und genau diese Haltung ist Ursache für die tragischen Ereignisse in seinem Leben, die er auf einem Flug nach Caracas und kurz vor seiner Operation in einem Athener Krankenhaus beschreibt.[TL1] Der fünfzigjährige UNESCO-Ingenieur berichtet über sein Leben, das durch eine Liebesbeziehung zu seiner Tochter und an seiner Schuld an deren Tod zerbricht. Dies geschieht im Jahre 1957, als er auf einer Schiffsreise einem Mädchen, seiner eigenen Tochter, die er aber nicht erkennt, begegnet. Er baut zu diesem Mädchen eine Liebesbeziehung auf, reist mit ihr durch Italien und Griechenland, schläft mit ihr, obwohl er mittlerweile ahnt, dass sie seine eigene Tochter ist, was er auch später in Griechenland von deren Mutter und seiner ehemaligen Jugendliebe Hanna erfährt. Zu seinem begangenen Inzest kommt hinzu, dass seine Tochter durch eine Verkettung mehrerer unglücklicher Umstände, an denen Walter Faber aber nicht ganz unschuldig ist, ums Leben kommt. Kurz vor seiner Operation, die wahrscheinlich seinen tödlichen Magenkrebs aufdecken wird, erkennt Homo Faber, dass er sowohl sein eigenes Leben, als auch das seiner Freundin und das seiner Tochter zerstört hat. Faber ist ein Einzelgänger, für den es am Anfang seines Berichts unerträglich ist, mit jemandem zusammen zu wohnen, schon gar nicht mit einer Frau. Ein Zusammenleben mit einer Frau wäre für ihn mindestens so schlimm, wie ein Aufenthalt bei einer Fremdenlegion (vgl. S.91). Er lebt in seiner Arbeit und schätzt sich glücklich, alleine zu wohnen (vgl. S.90- 91). Ihn stört das Interesse der Frau an seinen Empfindungen und Erlebnissen, z.B. wie er denn geschlafen habe (vgl. S.91). Seiner Meinung nach ist kein Mann in der Lage dies auszuhalten, denn spätestens nach drei Wochen sehnt er sich nach seinen Turbinen (vgl. S.91). Er ist nun einmal der Typ der mit beiden Beinen auf dem Boden steht (vgl. S. 47) und da haben Gefühle und Zärtlichkeiten keinen Platz. So ist es verständlich, dass für ihn Frauen lediglich ein Lustobjekt sind, vergleichbar einem Steuerrad eines Studebakers (vgl. S.87), und er keine echte Beziehung aufbauen kann. Er sagt von sich selbst, dass er sachlich ist, und das das die Frauen eben nicht vertragen (vgl. S.91). Es ist aber im Leben nicht möglich, eine vollkommen emotionslose Beziehung aufzubauen. Die verständliche Konsequenz daraus ist, dass er grundsätzlich nicht heiratet (vgl. S.7). Nun könnte man auf die Idee kommen, dass sich Faber durch hinzugewonnene
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