Sagt mit der okkulten formel nur deshalb weil ich mit

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sagt, mit der okkulten Formel nur deshalb, weil ich mit Ihnen spreche. Mir ist bekannt, dass Sie diese Formel zu entschlüsseln versucht haben und dass Sie sie gewissermassen <verstehen>. Doch Ihr heutiges Verständnis ist nur eine schwache und ferne Widerspiegelung des göttlichen Lichtes. Uber die Formel selber werde ich nicht sprechen - werde sie nicht analysieren oder entschlüsseln. Unser Gespräch soll sich keineswegs um die wörtliche Bedeutung drehen; wir nehmen sie nur als Ansatzpunkt für unsere Erörterung. Und um Ihnen eine ungefähre Vorstellung von unserem Thema zu geben, könnte ich sagen: wir werden über die umfassende Einheit von allem Seien- den sprechen - über die Einheit in der Vielheit. Ich will Ihnen zwei oder drei Facetten eines kostbaren Kristalls zeigen und Ihre Aufmerksamkeit auf die darin widergespiegelten, kaum sichtba- ren Bilder lenken. Ich weiss, dass Sie von der Einheit der Gesetze, die das Weltall regieren, etwas verstehen, allein dieses Verständnis ist spekulativ oder vielmehr theoretisch. Es genügt nicht, die reine Wahrheit und Unwandelbarkeit dieser Tatsache mit dem Ver- stand zu verstehen, Sie müssen sie mit Ihrem ganzen Wesen fühlen; nur dann sind Sie in der Lage, bewusst und mit voller Uberzeugung zu sagen: ich weiss es>.» Dies war der Sinn der Worte, mit denen Herr Gurdjieff das Gespräch begann. Dann fuhr er fort und gab anhand eines Gedankens, der die zitierte Formel des Hermes veranschaulich- te, ein lebendiges Bild von der Sphäre, in der das Leben der ganzen Menschheit verläuft. Mittels der Analogie ging er von den kleinen Vorkommnissen im Alltagsleben eines Menschen über zu den grossen Perioden im Leben der gesamten Mensch- heit. Durch solche Parallelen verdeutlichte er das periodenförmi- ge Walten des Analogiegesetzes im engeren Bereich des irdi- schen Lebens. Dann ging er in der gleichen Weise von der 26
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