Wir haben drei untergeordnete oktaven die denen

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wir haben drei untergeordnete Oktaven, die denen gleichen, die wir in dem Schema vom Aufbau des Weltalls finden. Jedes der drei Geschosse empfängt von aussen eine Nahrung von geeigne- ter Beschaffenheit, assimiliert sie, verbindet sie mit den bereits verarbeiteten Materialien; und auf diese Weise bringt die Fabrik bestimmte Stoffe hervor. «Hier muss ich auf folgendes hinweisen», sagte Herr Gurd- 34
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jieff, «obwohl die Anordnung dieser Fabrik gut ist und für die Herstellung jener Stoffe durchaus geeignet, wird das Geschäft aufgrund mangelhafter Kenntnisse der Verwaltungsspitze wider alle wirtschaftliche Vernunft betrieben. Was wäre wohl die Lage eines Unternehmens mit ständigen umfangreichen Betriebsun- kosten, wenn der Grossteil der Produktion nur der Verarbeitung und dem Verbrauch solcher Materialien diente, die der Erhal- tung der Fabrik zufliessen? Der Rest der Produktion hingegen wird sinnlos vergeudet, man weiss nicht recht wie und wofür. Das Geschäft muss einer wirklichen Sachkenntnis gemäss organi- siert werden; dann wirft es einen bedeutsamen Nettoertrag ab, den man nach Belieben ausgeben kann. Doch kehren wir zu unserem Schema zurück ...» Und er erklärte mir, die Nahrung des unteren Geschosses bestehe aus den Speisen (aus dem, was der Mensch isst und trinkt), die Nahrung des mittleren Geschosses sei die Luft, und die des Obergeschosses das, was man als «Eindrücke» bezeichnen könnte. Jede dieser drei Nahrungsarten, die einen Stoff von gewisser Dichte und gewisser Eigenschaft darstelle, gehöre zu einer Okta- ve anderer Ordnung. Hier konnte ich mich nicht zurückhalten zu fragen: «Und das Denken?» «Das Denken ist stofflich wie alles andere», antwortete Herr Gurdjieff. «Es gibt Mittel, die es einem ermöglichen, nicht nur sich davon zu überzeugen, sondern auch das Denken wie alle anderen Stoffe zu <wiegen> und zu <messen>. Seine Dichte lässt sich bestimmen. Demzufolge kann man das Denken verschiede- ner Menschen vergleichen oder auch das ein und desselben Menschen zu verschiedenen Zeiten. Alle Eigenschaften des Denkens lassen sich bestimmen. Ich habe Ihnen bereits gesagt: alles im Weltall ist stofflich.» Dann erklärte er mir, dass diese drei Nahrungsarten, die an verschiedenen Stellen in den menschlichen Organismus eindrin- gen, dort drei entsprechende Oktaven verursachen, die unterein- ander durch ein gesetzmässiges Beziehungssystem verbunden 35
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sind: jede dieser Nahrungen stelle demnach das «c» der Oktave ihrer eigenen Ordnung dar. Die Gesetze der Oktavenentwick- lung seien überall die gleichen. Zum Beispiel geht das «c» der Oktave jener Nahrung, die in den Bauch gelangt, durch den entsprechenden Halbton zum «d» über und verwandelt sich durch den folgenden Halbton ins «e». Das «e», das keinen Halbton besitzt, kann sich nicht von selbst, durch natürliche Entwicklung, ins «f^» verwandeln. Die Oktave der Nahrung, die in die Brust dringt, kommt ihm hier zu Hilfe.
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