GRUNDBEGRIFFE DES DRAMAS Flashcards

Analytisches Drama Setzt
Terms Definitions
Absurdes Theater
Dramenform der Avantgarde, in der die Darstellung der Sinnlosigkeit der menschlichen Existenz Hauptanliegen ist. Während bei Sartre und Camus das ... in der Darstellung der Realität selbst zum Ausdruck kommt, handeln bei Beckett die Spieler wie Marionetten ohne Willen und Ziel. Ihre Sprache dient nicht mehr der Mitteilung, sondern besteht aus Klischees. Das ... Theater entlarvt die Einsamkeit und Beziehungslosigkeit des modernen Menschen.
Akt
Ein in sich geschlossener Hauptabschnitt eines Dramas. Die 5 oder 3 ...eines Dramas entsprechen der Gliederung des Handlungsablaufs. Die ... (Aufzüge) sind in Szenen (Auftritte) unterteilt.
Analytisches Drama
Setzt ein Geschehen voraus und zeigt die nachträgliche, schrittweise Enthüllung.
Aufbau
Seit Aristoteles Einteilung des ... in Exposition, Peripetie (plötzliches Umschlagen) und Katastrophe. Oder: Exposition, erregendes Moment, erster Höhepunkt, retardierendes Moment, Katastrophe: entspricht dem ... in 5 Akten.
Botenbericht
Dramaturgisches Mittel, wichtige Ereignisse, die zeitlich zurück liegen oder die technisch auf der Bühne nicht dargestellt werden können, durch Boten dem Zuschauer bekannt zu machen und so in das Geschehen einzubeziehen.
Bürgerliches Trauerspiel
Drama, dessen Tragik sich am Gegensatz zwischen Bürgertum und Adel (Emilia Galotti, Kabale und Liebe) entfaltet oder das Konflikte innerhalb des Bürgertums und die Fragwürdigkeit überkommener ethisch-moralischer Grundsätze aufzeigt (Maria Magdalene).
Chor
Im antiken Drama kommentiert und deutet der ... das Geschehene und spricht häufig zusammenfassend oder voraus weisend Gedanken und Absichten des Dichters aus; gelegentlich greift er auch in die Handlung ein.
Commedia dell'arte
Ursprünglich volkstümliche Stegreifkomödie, die in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Italien entsteht. Festgelegt sind nur die Szenenfolge und die auftretenden Personen: Arlecchino (Harlekin), Colombine, seine Geliebte, Pantalone etc. Wandernde Schauspieltruppen verbreiten sie in ganz Europa. Viele deutsche Schwänke und Possen sind von ihr beeinflusst.
Drama
Neben Epik und Lyrik die dritte grosse Gattung der Dichtung. Die Handlung entfaltet in Dialog und Monolog einen Konflikt und bedarf zur Realisierung des Publikums und der Bühne. Bei der Bühnenaufführung kommt zum Wort noch die Mimik, d.h. der Ausdruck der Gefühle und Gedanken durch Miene und Gebärde des Schauspielers. Die Hauptformen des ... sind Tragödie, Komödie, Tragikomödie und Schauspiel. Anfänge in Gesang und Tanz des Dionysos-Kults in der griechischen Antike.
Dialog
Wechselrede zwischen zwei oder mehreren Personen. Kunstmittel zur Entfaltung von Handlung und Charakter.
Dokumentationsstück
Drama, das unter Verwendung von Zeitdokumenten einen historischen Vorgang wiedergibt (60er Jahre 20. Jahrhundert).
Einakter
Drama, das ohne Einschnitt vor dem Zuschauer abrollt. In der modernen Dramatik ist der ... sehr beliebt.
Einheiten
Die 3 ... der Handlung, des Ortes und der Zeit. Aristoteles fordert in seiner Poetik die ... der Handlung. Zeit bedeutet in der griechischen Tragödie ein Tag; Handlungsdauer und Aufführungsdauer sind meist identisch. Die ... des Ortes umfasst z.B... das Innen und Aussen eines Hauses. Die Poetiken der französischen Klassik fordern die Wahrung der drei .... Lessing legt in seiner ›Hamburgischen Dramaturgie‹ den Hauptakzent auf die ... der Handlung.
Epilog
Abschliessendes Nachwort.
Episches Drama
Von Brecht im Gegensatz zum klassisch-aristotelischen Drama entwickelte und theoretisch begründete Dramenform. Brecht fordert statt der Illusion, die den Zuschauer gefühlsmässig ergreift, eine demonstrierende Form, die durch Argumente den Zuschauer zum rationalen Betrachter und Beurteiler macht und ihn dadurch zu eigenen Entscheidungen zwingt. Hilfsmittel: Verfremdung.
Episode
Im griechischen Drama die zwischen die Chorlieder eingeschobene Handlung. Heute Nebenhandlung in Roman und Drama, die in sich abgeschlossen und mit der Haupthandlung meist nur locker verbunden ist.
Exposition
Einführung in Ort, Zeit, Handlung, Grundstimmung des Dramas oder Vorstellen der Personen, entspricht häufig dem 1. Akt.
Fastnachtsspiel
Aus germanischen Fruchtbarkeitsriten zur Winteraustreibung und Dämonenbannung entstandenes schwankhaftes Spiel, das bei Fastnachtsumzügen aufgeführt wird.
Geistliches Drama
Es entsteht im spätmittelalterlichen Europa und wird an hohen Kirchenfesten aufgeführt. Liturgische Gesänge, szenisch gestaltet, verdeutlichen den vorgelesenen Bibeltext; z.B.. Passionsspiel oder das Fronleichnamsspiel.
Hörspiel
Material des ... ist nur Akustisches (Sprache, Geräusch, Musik). Die Sprache erscheint als Dialog, (innerer) Monolog, Bericht eines Erzählers. Das Geschehen darf nicht vielgliedrig sein; denn es gibt nur hörbare Gedächtnishilfen. Der Dialog muss knapp bleiben. Auftritte müssen durch Geräusche, Zuruf des Hinzukommenden, Anruf an den Hinzukommenden oder Vorstellung des Hinzukommenden durch die Anwesenden bezeichnet werden. Der Raum entsteht beim Hörer als Vorstellung eines Raumes durch direkte Beschreibung des Erzählers, im Dialog, durch Geräusche (z.B..: Wellenschlag, Eisenbahnrattern) oder die Art des Sprechklanges (Hall, gedämpfter Schall).
Jesuitendrama
Dramatische Gattungsform im Dienste der Gegenreformation (etwa 1550-1750). Die lateinischen Dramen werden von Lehrern an Jesuitenschulen geschrieben und von Schülern und Studenten aufgeführt.
Katharsis
(Reinigung) Wird nach der aristotelischen Poetik in der Tragödie durch die Erregung von Furcht und Mitleid bewirkt.
Komödie
Im Gegensatz zur Tragödie Lösung der Konflikte in heiterer Gelassenheit. Sie erregt Heiterkeit entweder durch Spott über menschliche Schwächen und Torheiten, über Missstände der Zeit und die Fragwürdigkeit ihrer Ideale, oder sie triumphiert mit Gelächter über die Unzulänglichkeit des Menschen. Zwei Grundtypen der ... lassen sich unterscheiden die Charakter..., in der bestimmte Charaktereigenarten, z.B.. Geiz, Eitelkeit usw. verspottet werden und die Situationskomödie, in der die komische Wirkung durch Zufall, Verwechslung oder Intrige hervorgebracht wird.
Konflikt
Der äussere ... ist die Auseinandersetzung zwischen Parteien. Wichtiger ist im Drama der innere ... zwischen zwei gegensätzlichen, meist einander ausschliessenden Werten, in dem sich eine Person befindet, z.B. Pflicht und Neigung, Liebe und Ehre, Freiheit des Individuums und Gehorsam gegenüber dem Staat. Der ... ist die Grundlage jedes Dramas. Wird er bis zur letzten Konsequenz ausgetragen, so endet er als tragischer ... mit dem Scheitern oder dem Tod des Helden.
Lustspiel
Wird seit Gottsched meist gleichbedeutend mit Komödie für jedes Schauspiel mit heiterem Ausgang verwendet. Im engeren Sinn bezeichnet es ein Schauspiel, das nicht Lächerlichkeit durch Aufdeckung der Unzulänglichkeiten bezweckt (wie die Komödie), sondern reines Lachen der Heiterkeit.
Monolog
Selbstgespräch im Gegensatz zum Dialog, besonders wichtig im Drama, wo er als epischer ... über nicht dargestellte oder nicht darstellbare Vorgänge berichtet, neue Situationen vorbereitet oder Geschehnisse zusammenfasst; als lyrischer ... Gefühle und Stimmungen der betreffenden Person offenbart und als Konflikt-... das Ringen des Helden in seinem Inneren darstellt.
Mysterienspiel
Geistliches Drama des Mittelalters, das sich aus der Liturgie entwickelt und biblische Stoffe und Legenden szenisch gestaltet.
Peripetie
Von Aristoteles geprägter Begriff, der eine Wendung im Schicksal des dramatischen Helden - zum Schlimmen in der Tragödie, zum Guten in der Komödie - bedeutet. Ist meistens mit der zentralen Szene des 3. Aktes verbunden.
Posse
Dramatische Gattung, die hauptsächlich von der Situationskomik lebt und meist menschliche Unzulänglichkeiten, Schwächen und Narrheiten verspottet.
Prolog
Vorrede, Einleitung. Aus dem ... kann sich eine geschlossene Szene, ein Vorspiel entwickeln, das zur Haupthandlung hinführt.
Schauspiel
Allgemein Bezeichnung für Drama; im engeren Sinn Zwischenform zwischen Trauer- und Lustspiel, in der der tragische Konflikt zwar vorhanden ist, aber durch Einsicht oder Läuterung des Helden überwunden wird.
Schwank
Gestaltung einer lustigen, meist derb-komischen Begebenheit oder eines Schelmenstücks. Häufig ranken sich ... um bestimmte literarische Gestalten, z.B.. Till Eulenspiegel.
Teichoskopie
Mauerschau. Zur Erweiterung des Bühnenschauplatzes: ein parallel ablaufendes, für den Zuschauer nicht sichtbares Geschehen spiegelt sich in der Reaktion der Beobachtenden. (vgl. Botenbericht)
Tragikomödie
Drama, in dem sich Tragik und Komik gegenseitig durchdringen und erhellen. Opitz und Gottsched lehnen eine Vermischung von Tragik und Komik ab.
Tragödie
Sie gestaltet einen unabwendbaren Konflikt des Individuums mit der sittlichen Weltordnung oder mit dem Schicksal, der zum Untergang oder zumindest dem Unterliegen des Helden führt, z.B..: Konflikt des Helden mit dem Göttlichen (Faust).
Trauerspiel
Begriff, der seit dem Barock meist mit Tragödie gleichgesetzt wird. Im engeren Sinn bezeichnet er ein Schauspiel mit traurigem Ausgang ohne eigentliche Tragik.
Verfremdungseffekt
Das Verändern gewohnter Erscheinungen oder Zusammenhänge ins Ungewöhnliche. Brecht hat im Zusammenhang mit seinem epischen Theater diese künstlerische Technik entwickelt, nach der sich weder der Schauspieler mit der von ihm dargestellten Person noch der Zuschauer mit den dramatischen Vorgängen identifizieren soll. Besonders gesellschaftliche Zustände müssen verfremdet werden, damit ihre
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